Bericht über eine eigenartige Ernte
verfasst von einer glücklichen Mutter
Es war ein harter und trockener Boden während seiner Kindheit, die Pflanze konnte und wollte nicht gedeihen, denn es wurden viele Fehler gemacht.
Oft wurde zuviel und oft zuwenig gegossen, die Pflanze wurde verwirrt und wusste nicht mehr wie sie wachsen soll. Die Blätter wurden gelb und der Stiel brüchig. Es war für die Mutter, die ja auch viele Fehler machte, immer schwieriger zu sehen, wie sie nicht gedeihen konnte und sie entschloss sich, die Pflanze in einen neuen Boden zu versetzen.
Also nahm sie das schwache Pflänzchen und begab sich mit ihm ins Engadin.
Schon bald merkte die verzweifelte Mutter, dass ihre Pflanze zarte grüne Triebe machte, der Stiel wurde fester und die Pflanze versuchte zu wachsen.
Die neuen Gärtner haben begriffen, was ihr fehlte, doch es war noch ein langer Weg zu gehen. Auch die Mutter musste lernen mit der neuen Art der Pflanze umzugehen. Das Gärtnerehepaar bemühte sich geduldig, gab Ratschläge und bald wusste die Mutter auch besser Bescheid und wurde sicherer, die Fehler wurden weniger und die Pflanze wurde auch in ihrer Umgebung stärker und sicherer.
Trotzdem gab es kleinere und grösser Rückschläge, das war dann jeweils eine Chance voneinander zu lernen und es besser zu machen. So wuchsen Vertrauen, Sicherheit und Liebe von Jahr zu Jahr und die Pflanze entwickelte sich zu einem jungen, schönen Baum, der kräftig wuchs und gesunde Blätter hervor brachte und alle freuten sich.
Raphael ist jetzt ein junger, fröhlicher Mann von 35 Jahren, der seine Gefühle zeigen kann und einem beschenkt mit all seinen Gaben, die er gelernt hat oder die ermöglicht wurden durch seine so gute Förderung in Lavin.
Wir sind uns in den letzten Monaten so nah gekommen, er sucht Augenkontakt und versucht mir vieles mitzuteilen in seiner non verbalen Sprache, die er ausserordentlich gut beherrscht. Unser Zusammensein ist einfach nur noch schön und jedes Wochenende, das er bei mit verbringt ist für mich eine grosse Ernte. Nun kann ich ernten, was wir, vor allem Ueli und Ruth, jahrelang gesät haben.
Ich bin ihnen sehr, sehr dankbar.
Cécile

33 Jahre Chasa Flurina – Ein Vierteljahrhundert im Rückblick
1978
verwirklichen Ruth und Ueli Hintermann ihren Traum von einem Ferien- und Therapiehaus für behinderte
Menschen und kaufen in Lavin die «Chasa Flurina» – im Wissen, dass damit einige Renovations-
und Umbauarbeiten auf sie zukommen werden.
Ziel ist, dass das Haus nach einigen Jahren finanziell selbsttragend ist.
Das Projekt läuft in den Anfangsjahren vollumfänglich auf privater Basis.
1982 wird der Verein Chasa Flurina gegründet und bildet neu die Trägerschaft für das Projekt. Doch bereits ind diesen Jahren ist die Nachfrage nach Ferienplätzen gross.
Mehr erfahren Sie unter «Geschichte der Chasa» …
Aktuelle Belegungszahlen: Stand März 2011
6 Betreute intern
4-5 Feriengäste verteilt über's Jahr
Angebot und Auftrag
Die Chasa Flurina bietet Wohnplätze, Entlastungsplätze für Krisen-intervention, Ferien- und Nachbetreuungsplätze für Menschen mit kognitiven, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen.
Sinn und Zweck
Ruth Hintermann, Heilpädagogin und Logopädin, und Ueli Hintermann, Sozialpädagoge und Psychologe, betreuen in der «Chasa Flurina» in Lavin seit 1978 Menschen mit Behinderungen. «Ziel ist, unsere Gäste in einer überschaubaren und familiären Atmosphäre zu integrieren und sie zu möglichst viel Selbstständigkeit zu ermutigen», sagt Ueli Hintermann. Der Aufenthalt bei neuen, unvoreingenommenen Bezugspersonen biete behinderten Kindern und Erwachsenen die Chance, über alteingesessene Verhaltensmuster hinauszuwachsen.
Das Leitbild
Richtungsweisend für die Arbeit ist das Menschenbild, das unter Einbezug von Leib, Seele und Geist die Einmaligkeit des Menschen wahrnimmt, respektiert und seine Möglichkeiten erkennt und unterstützt.
Die pädagogisch-sozialtherapeutische Arbeit erfolgt in der überschaubaren Grösse einer Hausgemeinschaft. Die Gestaltung des Alltags schafft das Übungsfeld für soziales und emotionales Lernen. Eltern, Angehörige oder Rechtsvertreter bleiben die wichtigsten Bezugspersonen der Bewohnerinnen und Bewohner.
Möchten Sie sich engagieren?
Mitglied werden
Möchten Sie den Verein Chasa Flurina unterstützen und Mitglied des Vereins «Chasa Flurina» werden?
Träger der Institution Chasa Flurina ist der gemeinnützige
Verein Chasa Flurina. Die Aufgaben des Vereins sind in den
Statuten festgehalten.
Werden Sie Mitglied und helfen mit.
Statuten (pdf 58 KB)
Legate für den Verein Chasa Flurina
Immer wieder gibt es Situationen im Leben, in denen man sich mit dem Tod auseinandersetzen muss. Mit Ihrem Legat an die "Chasa Flurina" stehen Sie zusammen mit dem Verein für unsere Arbeit mit behinderten Mitmenschen ein. Sie ermöglichen dem Verein Chasa Flurina, kompetent und zielgerichtet für die Anliegen einer ausserfamiliären, pädagogischen und therapeutischen Betreuung einzutreten.
Ganz herzlichen Dank!
Ihr Verein Chasa Flurina

Gönnerinnen und Gönner 2011
Bündnerinnen Vereinigung, Davos
Auto Maz AG, Zernez
Chantunet da cudeschs, Scuol
Gemeinde Lavin, Kleidersammlung
Evangelische Kirchgemeinde Scuol
Evangelische Kirchgemeinde Ftan
Evangelische Kirchgemeinde Ardez
Evangelische Kirchgemeinde Samedan
Verein Lismernadle, Klosters
Mondo die Bambini Fondazione, Vaduz
Gärtnerei Gebrüder Urech, Chur
Giston AG, Ardez
Forum Praxisgemeinschaft für Gesundheit, Chur
Malergeschäft Roman Bühler, Zernez
Pflästerungen Christian Hänny, Sent
Pendicularas Motta Naluns Scuol-Ftan-Sent SA
PMA AG, Uster
Private Gönnerinnen und Gönner
Unbekannte Spenderinnen und Spender